Anabell als sie am 18. Juni 2010 kam und nach 3 Monaten in ihrer Pflegestelle:










Es ist gerade mal 3 Stunden her und ich habe meinen ersten Pflegehund gehen lassen.
Ich sitze hier und muss fürchterlich heulen.

6 Monate drehe ich die Zeit zurück. Es ist ein Freitag im Juni und Fußball WM. Deutschland hat gerade gespielt und wir machen uns auf, unseren ersten Pflegehund abzuholen.

Es soll eine sehr liebe Hündin sein, was wir vorfinden, ist eine viel zu fette und fürchterlich verdreckte und stinkende Goldi Hündin. Aber egal, ich liebe sie schon jetzt, wie immer sie auch stinkt, denn lieb ist sie auf jeden Fall.




Sehr geduldig lässt sie sich von einem Auto in das andere heben, die Fahrt können wir nur mit weit offenen Fenstern ertragen.
Zum Glück ist es Sommer.

Zu Hause wird Anabell erst mal mit der Schere und ganz viel Wasser aus dem Gartenschlauch bearbeitet.
Zum Glück ist es Sommer.

Uns wird ganz schnell klar, dass da nur warmes Wasser helfen kann. Also auf nach oben in die Badewanne. Mit viel Hundeshampoo und warmen Wasser wird ihr altes Leben weggespült.




Unsere Umwelt kann uns gar nicht verstehen und guckt uns ziemlich blöd an, wie wir uns ein solches Problem aufhalsen können. Anabell stinkt fürchterlich aus dem Maul, wenn sie den Raum betritt können wir nur noch die Fenster weit, weit öffnen.
Zum Glück ist es Sommer.

Als dann nach einer Woche Anabell schon die Gebärmutter entfernt werden muss da diese stark entzündet ist und wir auch noch eine so kranke Hündin haben, werden die Blicke unserer Umwelt und das Verständnis nicht besser.
Aber egal ich liebe sie.




Lange lange Zeit hat es gedauert, bis Anabell wieder gesund war, sehr oft mussten wir den Tierarzt aufsuchen, ihre Wunde habe ich mit einer langen Spritze immer wieder ausgespült.
Aber egal ich liebe sie.





Je öfter wir dann mit Anabellchen draußen waren und sie immer fitter wurde, wurde plötzlich das Verständnis unserer Umwelt ein anderes. Viele wussten überhaupt nicht, dass es SOLCHE Hunde gibt. Je mehr man den Leuten erzählte, desto weiter gingen die erstaunten Münder auf.










Und als dann fest stand, dass Anabell ein schönes neues zu Hause gefunden hat, kamen plötzlich alle an und fanden es schade, dass sie wieder gehen muss.

Nun ist sie auf dem Weg in ein eigenes schönes zu Hause und das ist genau das, was sie verdient hat. Ich sitze hier und heule obwohl ich ganz genau weiß, dass es das absolut Richtige für „mein“ Anabellchen ist.
Weil ich sie lieb hab.




So hin und her gerissen ich auch bin, ich würd es immer wieder machen.
Genau so und nicht anders!!!!!!