Hunde, die von Retriever & friends aufgenommen werden, leben zunächst eine Zeitlang in Pflegefamilien, bevor sie in ihre endgültige Familie vermittelt werden. Pflegestelle zu sein, bedeutet also in erster Linie, einen unserer Schützlinge für eine gewisse Zeit aufzunehmen und zu begleiten. Erst wenn wir eine wirklich passende Pflegestelle haben, kann ein Hund zu Retriever and friends kommen und ein neues Leben beginnen. Dies gilt sowohl für Hunde aus Familien, als auch für ehemalige Zuchthunde.



Vorüberlegungen:


Um einen Zuchthund eine Pflegestelle zu stellen, müssen gewisse Voraussetzungen gegeben sein. Oft leben Zuchthunde in einer Rudelhaltung und kennen das enge Zusammenleben mit uns Menschen nicht, sie reagieren verunsichert auf diese für sie neuen Eindrücke.

Wer ernsthaft in Erwägung zieht, einem ausrangierten Zuchthund eine Pflegestelle anzubieten, sollte sich im Vorfeld deshalb Gedanken machen, ob:




  • die Ruhe und Geduld für einen ängstlichen Hund gegeben ist
  • und ob sein Zuhause auch für anfangs nicht stubenreine Hunde pflegeleicht eingerichtet ist.
  • Weiterhin müssen alle Familienmitglieder mit der Aufnahme und Betreuung eines Tieres einverstanden sein.
  • Sie, als auch Ihre Familienmitglieder müssen frei von Tierhaarallergien sein, auch wenn es sich um einen Doodle als Pflegehund handelt.




  • Wenn Sie Mieteigentum bewohnen, muss der Vermieter natürlich einverstanden sein,dass Sie als Pflegestelle fungieren.
  • Sie ein selbstbewusster "Rudelführer" sein können um einen Zuchthund Sicherheit zu geben, denn er braucht Sicherheit und kein Mitleid





Auf unbestimmte Zeit:

Eine Pflegestelle ist nicht zeitlich definiert und variiert stark von den Entwicklungsschritten des aufgenommenen Hundes, sowie deren Alter, Farbe und Gesundheitszustand und das geführte Tagebuch



Voraussetzungen:


Um ehemaligen Zuchthunden die Möglichkeit zu geben sich in ihrem Tempo die weite Welt zu erarbeiten, brauchen sie



  • · Eine ländliche und ruhige Wohngegend, sowie einen ruhigen Lebenswandel – alles andere reizüberflutet den Hund




  • · Einen ausbruchssicher eingezäunten Garten – da sie bisher keine Gassigänge kennen




  • · Einen alltagstauglichen, gelassenen Ersthund - an dem der Pflegehund sich orientieren kann (ist dies ein Rüde, dann bitte kastriert, da die Zuchthündinnen zeitnah läufig werden könnten)




  • · Möglichst wenige Treppen – da anfangs die Hunde dies noch nicht können




  • · Einschätzung von Wesen und Charakter des Hundes – so helfen Sie uns eine geeignete Familie für den Pflegehund zu finden



Kinder:


Haben Sie Kinder, so muss sichergestellt sein, dass der Pflegehund (der oftmals in der Anfangsphase sehr viel Ruhe benötigt) durch die Kinder nicht gestresst wird. Bitte bedenken Sie, dass die Hunde bisher oftmals noch keinerlei Kontakt zu Kindern hatten und ein turbulenter Haushalt sie überfordern würde. Daher wäre ein ruhiger Haushalt mit größeren, schon verständigen Teenagern besser geeignet.


Entlohnung:

Alle unsere aktiven Mitglieder von Retriever and friends e.V. und deren Pflegestellen engagieren sich ausnahmslos ehrenamtlich. Der Lohn ist die Entwicklung des Hundes zu begleiten und der Tag an dem er seine eigene Familie gefunden hat.

Ihre Aufgabe ist ihm den Weg in eine neue Welt zu ebnen, geduldig und ohne Erwartungen. Mitleid ist der falsche Begleiter, denn jetzt bei Ihnen geht es ihm ja gut. Mit der Pflege eines Hundes übernehmen Sie eine große Verantwortung, die gut überlegt sein sollte.


Wenn Sie ein solches Pflegekörbchen bieten können und bereit sind Ihren Pflegling in ein neues Leben zu begleiten, bewerben Sie sich bitte unter:

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