Pflegestelle aus Überzeugung -
Ina (nick Inutschka) über ihre Tätigkeit als Pflegestelle bei Retriever & friends e.V.


„Ich bin schon einige Jahre im Tierschutz aktiv, war oft in der Türkei und habe bei Projekten geholfen, um dort Straßentieren zu helfen oder in Tierheimen vor Ort zu unterstützen.
Wir hatten auch schon einige Hunde aus Rumänien bei uns als Pflegestelle. Viele zeigten Auffälligkeiten wie Unsicherheiten oder Ängste.

Mein Herz aber gehört den Retrievern.

Deswegen ist Retriever & friends e.V. für mich auch genau der richtige Verein, denn hier kann ich mit diesen tollen Hunden arbeiten. Lange hatte ich die Facebook-Seite von Retriever & friends beobachtet, bis ich meine Bewerbung als Pflegestelle abgeschickt habe. Danach führte ich ein paar nette Gespräche und schnell fand eine Vorkontrolle statt. Kurz darauf zog dann der erste Pflegehund ein. Alles lief sehr strukturiert ab.



Ich bin gerne als Pflegestelle tätig. Mit Hunden zu arbeiten ist für mich persönlich ein großes Hobby – ganz egal mit welcher Geschichte der Hund kommt und wieviel er im bisherigen Leben schon kennengelernt hat. Bei jedem neuen Pflegehund lernt man weiter dazu und sie danken es einem mit ihrer Liebe und Dankbarkeit. Man muss ihnen nur die Zeit geben, die sie brauchen.

Unterstützt werde ich dabei von meinem eigenen Hunde-Rudel. Die Pflegehunde gucken sich viel von meinen vier Hunden ab und diese geben ihnen Sicherheit – vor allem zu Beginn der Pflegezeit.



Wenn man sieht, dass es dem Hund gut geht, er immer mehr Fortschritte macht, sich wohl fühlt und immer sicherer wird, dann ist das mein persönlicher Glücksmoment.

Ich muss ehrlich gestehen, auch nach 20 Pflegehunden fällt mir der Abschied nie leicht. Man baut zu jedem Pflegehund eine Beziehung auf und verbringt viel Zeit miteinander. Irgendwann findet der Schützling seine Familie und man lässt ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen. Das lachende, weil man weiß, dass der Hund endlich seine eigene Familie gefunden hat und das weinende, weil es eben auch Abschied bedeutet.



Jedem, der auch mit dem Gedanken spielt, Pflegestelle für Retriever & friends zu werden, kann ich nur empfehlen, eine Bewerbung abzuschicken. Im Vorfeld wird man gut aufgeklärt und kann jederzeit Fragen stellen. Sobald der Pflegehund eingezogen ist, wird man von einem Ansprechpartner betreut, der einen bei auftretenden Problemen unterstützt und bei sämtlichen Fragen rund um den Hund zur Verfügung steht.


Besonders schön: daraus ergeben sich tolle Kontakte, mit denen man sich über sämtliche Erfahrungen zum Lieblingsthema „Hund“ austauschen kann.“