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Thema: Nelly - Magyar-Vizsla-Labrador Mix, 1Jahr, Abgabehündin

  1. #1
    Team - Pflegestellenbetreuung Avatar von SaSu
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    Standard Nelly - Magyar-Vizsla-Labrador Mix, 1Jahr, Abgabehündin




    Nelly angekommen bei Freunden,

    sucht ein neues Zuhause!

    Hier geht es zum Bewerbungsformular für Nelly.



  2. #2
    Team - Pflegestellenbetreuung Avatar von SaSu
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    Nelly befindet sich in 29... Kreis Celle in einer Pflegestelle.

    Profil vom 19.11.2020

    Kastriert: nein

    Verhalten gegenüber Erwachsenen:
    Sie ist sehr freundlich und menschenbezogen. Sie spiegelt auch die Zuneigung, die ihr entgegengebracht wird. Also je mehr man sich über sie freut, desto mehr freut sie sich.

    Verhalten gegenüber Kindern:
    Das haben wir noch nicht in Erfahrung bringen können. Da sie gerne springt, sollte man auf jeden Fall standfest sein.

    Verhalten gegenüber anderen Hunden und Tieren:
    Sie ist verträglich mit anderen Hunden (Rüden und Hündinnen) und generell sozial veranlagt. Sie möchte sehr gerne und viel spielen und wird dabei auch mal übermütig. Mit „Ansagen“ der anderen Hunde kommt sie aber gut zurecht. Läufige Hündinnen bedrängt sie etwas und möchte auch mal aufreiten.
    Die Hühner nebenan findet sie sehr spannend, aber lässt sie größtenteils in Ruhe. Wenn sie allerdings flattern, möchte Nelly sie jagen. Vögel oder Mäuse werden auch gerne gejagt.

    Ängste:
    Haben wir so noch nicht feststellen können. Sie ist allem und jedem ggü. aufgeschlossen und nicht schreckhaft, allerdings geht sie auf Gruseliges bellend oder vorsichtig drauf zu.
    Generell bellt sie viel, besonders wenn sie Geräusche nicht identifizieren kann, es an der Tür klingelt oder klopft, sie etwas in Entfernung sieht, was sie nicht zuordnen kann oder auch wenn sie nachts aufwacht.

    Stubenrein:
    ja

    Grundgehorsam/Leinenführigkeit:
    Nelly kam als nahezu unbeschriebenes Blatt zu uns, zeigte aber schon schnell ihren Willen zu lernen. Sie saugt Wissen auf wie ein Schwamm. Typisch Vizsla darf man nicht zu viel fordern, sondern nur wenige Wiederholungen machen, das aber gerne mehrmals am Tag.
    Sie kann noch keinen verlässlichen Rückruf.
    Leinen führig ist sie noch nicht. Sie stemmt sich voll in die Leine rein und zerrt was das Zeug hält. Mit Leckerlis kann man sie aber auch mal überreden, das nicht zu tun. Mit Richtungswechsel wird es besser, aber man muss standfest bleiben. Wir arbeiten dran.
    Inzwischen hat sie gelernt zur Ruhe zu kommen, allerdings muss man ihr auch manchmal klar kommunizieren, dass jetzt Ruhe angesagt ist.

    Treppen:
    kein Problem

    Autofahren:
    Sie krabbelt gerne rein (geht mit den Vorderpfoten rein, aber den Popo muss man reinheben :D ) aber entspannt sich während der Fahrt nicht. Sie sitzt oder steht und hechelt. Sobald das Auto steht, kommt sie etwas runter. Also hier ist viel Potential, dass sie ein souveräner Mitfahrer wird.

    Alleine bleiben:
    haben wir so noch nicht getestet.

    Gesundheit:
    Nelly wiegt 20,7 kg und befindet sich in gutem Allgemeinzustand.
    Sie hat eine Rutenverletzung, die derzeit mit Antibiotika und Schmerzmittel behandelt wird. Regelmäßige Verbandswechsel stehen momentan hier auf dem Plan. Eventuell steht noch eine Amputation an. Etwa 10 cm der Rute fehlen bereits.

    Neues Zuhause:
    Nelly brauch ein liebevolles Zuhause mit viel Hundeerfahrung. Dieser junge Jagdhund muss definitiv artgerecht ausgelastet werden, eine klare Struktur an die Pfote bekommen und baucht sichere Kommunikation. Körpersprache und konsequentes Handeln ist hier sehr wichtig und muss in der richtigen Dosierung stattfinden. Bei zu viel Druck macht die Kleine dicht. Bei zu unklarer Führung und Inkonsequenz macht sie was sie möchte. Meines Erachtens ist sie definitiv kein Anfängerhund, auch wenn es manchmal nach unbeschwerter Leichtigkeit bei ihr aussieht, weil sie so niedlich ist.
    Sie ist eine ganz tolle Maus, die gefordert werden muss, wobei Kuschelzeiten natürlich nicht fehlen dürfen. :)

  3. #3
    Pflegestelle
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    Hallo ihr lieben Tagebuchleser,

    Seit ein paar wenigen Tagen haben wir diesen Freukeks bei uns, der unseren Alltag fröhlich aufmischt. Nelly ist ein wahrer Sonnenschein. Morgens, mittags, abends wuselt sie mit viel Freude um die Beine, versucht Leckerlis mit ihren großen Augen auf magische Art in ihr Maul wandern zu lassen und lässt keine Spielaufforderung aus.



    Mit ihren 13 Monaten ist sie eine klassische Junghündin, welche gerade die Welt kennenlernt. Sie liebt es mit Mensch und Hund viel und lange zu spielen. Auf der anderen Seite testet sie uns gerne aus und benötigt hundeerfahrene Erziehungsarbeit.

    Den verlässlichen Rückruf beherrscht Nelly noch nicht, wodurch Gassigänge ohne Leine derzeit noch nicht möglich sind. An der kurzen Leine zieht sie stark, wobei ihre 20 kg noch gut zu halten sind. An der Schleppleine ist es einfacher, da sie nach Lust und Laune wuseln kann.
    Sie nimmt allerdings schnell Blickkontakt auf und orientiert sich gerne an den Bezugspersonen. Wenn aber die Knete im Junghundkopf was anderes spannend findet, ist sie nicht multitaskingfähig, sondern geht ihrem Entdeckungsdrang nach.

    Im Alltag zeigt sie sich nicht schreckhaft, und falls doch etwas gruselig ist, bellt sie es an. Sie bellt auch, wenn Geräusche im Treppenhaus sind oder es an der Tür klopft oder klingelt.
    Sie weiß, dass unser Garten ihr Revier ist und Passanten werden gern angebellt. Kommt jedoch jemand an den Zaun oder aufs Grundstück, begrüßt sie ihn freudig, schwanzwedelnd und mit viel Elan. Dabei springt sie vor Freude auch gern mal hoch.

    Wenn man sie in ihre Schranken weist, verhält sich Nelly wie ein kleines bockiges, aber süßes Kind. Sie möchte dann gerne an den Händen oder Füßen zu knabbern, wenn sie gerade nicht so will, wie Mensch es möchte. Schickt man sie auf ihren Ruheplatz, stellt sie es erst in Frage, schmollt dann etwas und schläft schließlich friedlich ein. Ruhe muss sie noch etwas lernen, denn am liebsten würde sie den lieben, langen Tag spielen, schnüffeln und durch die Gegend flitzen.



    Sie ist ein wesensstarker Jagdhund, der definitiv artgerechte Auslastung benötigt. Bällchen spielen oder einfach viel spazieren gehen wird ihr nicht gerecht. Natürlich muss sie auch rennen und toben, aber viel wichtiger ist die Auslastung ihres Kopfes.
    Täglich üben wir hier Grundgehorsam und steigen langsam in die Basics des Dummytrainings ein. Ich könnte mir auch Mantrailing, Fährtenarbeit oder Trickdogging o.ä. für sie vorstellen.
    Sie lernt sehr schnell. Rassetypisch (Vizsla) machen wir nur wenige Wiederholungen, sondern lieber mehrmals am Tag kleinere Einheiten. Sobald die Leckerlis winken, ist sie voll dabei.



    Hundeerfahrene Leute können Nelly recht gut lesen. Sie selbst achtet sehr auf Körpersprache und hier muss Mensch sehr klar sein. Vizslas sind sehr sensibel und bei zu viel Druck machen sie dicht – bei zu viel Inkonsequenz nehmen sie einen nicht mehr ernst und machen was sie wollen.
    Die richtige Dosierung, klare Körpersprache und passende Konsequenz sind Grundvoraussetzungen für ein tolles Zusammenleben.
    Dieser Hund ist meines Erachtens kein Anfängerhund.
    Mit der richtigen Erziehung wird sie sich schnell einleben und ein perfektes Familienmitglied.
    Nelly ist echt eine zuckersüße, kleine, schlaue Maus zum Verlieben!

    So viel zu unserem ersten Eindruck J
    Wir hoffen, dass Nelly in ein tolles, neues, liebevolles Zuhause kommt, welches ihr gerecht wird.


  4. #4
    Pflegestelle
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    Standard

    Hallo ihr da draußen, hier spricht Nelly!



    Was für eine Woche!
    Ihr glaubt ja gar nicht, was mir alles passiert ist. Vor einer Woche habe ich zu meinem vorherigen Zuhause „Tschüss“ sagen müssen und bin mehrere Autofahrten später bei netten Leuten ausgestiegen.
    Sie haben mir erst den großen Garten gezeigt. Was heißt hier gezeigt? Ich habe ihn erforscht und das Pflegefrauchen hinten an der Leine geflissentlich ignoriert. Ich kann alleine laufen! Hallo? Ich bin doch schon groß!
    Nachdem ich einen kleinen Überblick hatte, kam dann eine schwarze Hündin raus. Die nennen sie Erbse. Der hab ich erstmal gezeigt, dass hier jetzt alles meins ist und sie mich nicht unterschätzen soll. Hmmm… nagut, ein Versuch war‘s wert…

    Dann wurde mir das Haus gezeigt, und gemeinsam mit Pflegefrauchen bin ich durch alle Räume. Und wisst ihr was? Die schwarze Hündin durfte auch mit rein! Die fühlte sich schon ganz zuhause!
    Ich hab schnell die Leckerlis ausgemacht, und versuchte sie mir einfach von der Arbeitsplatte zu nehmen. Das fanden die Menschen nicht ganz so toll und haben versucht mir meine Grenzen aufzuzeigen. Aber so leicht lass ich mich nicht unterkriegen, dachte ich.
    Irgendwie waren mir die Zweibeiner aber schnell sympathisch und wenn ich brav war, bekam ich ganz von allein Leckerchen. Das Prinzip habe ich bis heute perfektioniert und sahne so ordentlich Hundekekse ab.



    Die erste Nacht war schrecklich für alle Beteiligten. Ich hatte Heimweh und irgendwie war alles doof. Ich hab gebellt, gefiept, geweint und geschrien, aber nichts half. Die Hündin (Erbse) war auch schon total genervt und die Zweibeiner ließ ich nicht schlafen. Wenn ich nicht schlafe, dann keiner. Basta.

    Neuer Tag neues Glück. Mein eigentlicher erster Tag, sagen die Zweibeiner.
    Ich freundete mich langsam mit der Hündin an, die übrigens genauso schnell ist wie ich. Wir werden hier „die zwei Raketen“ genannt.
    Die Menschen nutzen nicht nur Worte und Stimmlage, sondern ganz viel Körpersprache. Alles ist irgendwie ganz klar und eindeutig und ich muss nicht rätseln, was die von mir wollen. Und ich glaub, ich hab sie schon um die Pfote gewickelt, denn ich bekomme ganz viele Leckerlis. Klar, muss ich dafür auch etwas tun, aber das ist doch Pipifax.
    Meine Freundin Erbse macht mir manchmal auch vor oder hilft mir, wenn ich etwas noch nicht weiß, und dann freuen sich die Pflegeeltern ganz dolle, dass ich das schon kann. Ich habe ihnen gleich gesagt, dass ich schlau bin und das zeige ich ihnen auch. Sie sagen dann immer „Schlau und feinfühlig“. Schnell haben sie herausgefunden, wie ich ticke. Nicht zu viel und nicht zu wenig, sonst mach ich mir die Welt, widewidde wie sie mir gefällt…

    Später an dem Tag ging es dann in die Tierklinik. Da waren auch alle total toll und haben mich bestätigt. Nur doof, dass die an meinen Schwanz mussten. Der tut mir ordentlich weh. Aber sie geben mir täglich irgendwas, damit es schneller heilt und nicht mehr so schmerzt. Meine Rute ist nun ein Stück kürzer und wird regelmäßig verbunden. Finde ich doof, aber die lassen nicht locker.
    Wenn ich dran knabbere oder schlecke, muss ich so einen doofen Lampenschirm tragen. Inzwischen haben wir uns arrangiert, aber der erste Tag war richtig doof.

    Ab Tag zwei haben wir uns jetzt eingependelt und von Tag zu Tag wird es besser.
    Meine Freundin Erbse hilft mir alles zu verstehen und wir toben gerne. Seitdem ich sie nicht mehr bedränge, mag sie mich. Wir treffen uns auch immer mal mit anderen Hunden, was total Spaß macht, denn ich mag sie alle!



    Inzwischen belle ich ein bisschen weniger, was besonders Pflegefrauchen und die Nachbarn sehr freut. Gerade nachts wars wohl doch etwas nervig. Naja, ganz lassen kann ich es noch nicht, aber ich bemühe mich. Je entspannter ich werde, desto weniger belle ich.

    Jeden Tag gibt es mehrere Trainingseinheiten, wo ich Leckerlis für gutes Benehmen abkassieren kann. Pflegemama sagt nach kurzer Zeit aber oft „nach müde, kommt doof“. Ich weiß gar nicht, was wie meint. Ich drehe halt voll auf, will dann spielen, springen, knabbern und rumblödeln. Sie schickt mich dann gerne auf meinen Platz zum runterkommen. Ja, okay, dann bin ich ein bisschen eingeschnappt. Aber nach einem kleinen Schläfchen ist die Welt wieder in Ordnung.

    Inzwischen sind die Menschen auf die Idee gekommen, uns Hundis manchmal kurz allein zu lassen. Doofe Idee. Das rufe ich ihnen auch immer lautstark hinterher! Mich! Alleine lassen? Ich will mit! Ich hab die doch total lieb gewonnen und verfolge sie am liebsten auf Schritt und Tritt.
    Sie sagen dann was von „Müll rausbringen“ oder „Briefkasten“. Eine Minute ist viel zu lange, finde ich. Sie behaupten dann immer, dass „wir“ das üben müssen. Naja,… die können das ja üben, aber mich sollen sie ja gefälligst mitnehmen!

    Inzwischen kann ich nachts auch viel besser schlafen. Ich muss nachts eigentlich auch nicht mehr raus um Geschäfte zu erledigen. Das war nur am Anfang vor lauter Aufregung so. Ansonsten melde ich mich um alles draußen zu erledigen. Eine Lady macht schließlich nicht ins Haus.
    Am liebsten schlafe ich gerne lange. Erbse ist Frühaufsteherin, aber oft schicken die Menschen sie dann noch mal ins Körbchen. Aber wenn meine Pflegeeltern dann aufstehen, stehe ich auch auf und freue mich auf den neuen Tag und die neuen Abenteuer, die auf mich warten.
    Ich liebe es auf den Gassigängen alles zu erschnuffeln (auch wenn die Zweibeiner viel zu langsam sind und ich sie daher ziehen muss). Sie sagen, es wird ein bisschen besser – aber ich finde wir kommen nicht schneller voran, weil die auch gern mal stehen bleiben oder die Richtung wechseln.
    Aber wenn ich dicht am Fuß laufe, dann bekomm ich wieder Leckerlis. Das kann ich schon so zwei Minuten, aber dann will ich wieder schnüffeln was das Zeug hält.



    Ach Leute, was soll ich sagen… die letzte Woche war total aufregend, aber im Großen und Ganzen echt toll! Ich liebe meine Menschen, was ich ihnen auch deutlich zeige. Und ich liebe es, wenn sie mit mir arbeiten. Das Training gibt’s mehrmals am Tag und macht total Spaß.
    Ich hoffe, mein nächstes Zuhause wird mindestens genauso toll mit genauso viel artgerechter Auslastung und dem nötigen Verständnis für mich und mein Wesen.

    Viele, liebe Grüße und einen dicken Schlabber,
    eure Nelly


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