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Das Retriever and friends Projekt "Körbchen auf Lebenszeit" ist uns eine Herzensangelegenheit geworden,
Hunden einen geborgenen Platz im Alter oder bei schweren Erkrankungen zu ermöglichen,für einen würdevollen Lebensabend bis es Abschiednehmen heißt.
Die Aufnahme oftmals schwerkranken Hunde ist sehr kostenintensiv für den Verein, wenn Sie dieses Projekt unterstützen wollen diesen Hunden eine letzte Heimat zu geben, bedanken wir uns für jeden gespendeten Euro recht herzlich.
Nach der Ankunft wurden erst mal die Beine vertreten und der Garten etwas erkundet.
Als er den Pool entdeckte, war er sofort drin: Füße kühlen.
Dann kam die Rudelzusammenführung. Immer schön einen nach dem anderen lernte er kennen, und es wurden für Olly immer mehr Hunde, die er begrüßen musste. Er ließ sie schnuppern, interessierte sich aber nicht weiter für sie.
Er lebt hier permanent mit der Labbiline Nala, 10 Jahre, der Goldidame Baya, 11 Jahre, dem Labbijungspund Percy, 3 Jahre, und der Labbi-Münsterländer-Mixhündin Lara,10 Jahre, die bei mir auch ein Pflegekörbchen auf Lebenszeit genießt, zusammen. Zurzeit hat die kleine Havaneserhündin Millie noch ein Pflegekörbchen bis zu ihrer Vermittlung bei mir.
Olly schläft viel oder stromert durch Haus und Garten. Er hat viel zu verarbeiten: die plötzlichen neuen Lebensumstände, andere Wohnung, Garten, plötzlich viele Hundegeschwister um ihn herum, andere Menschen, andere Routinen usw. Aber er hat alle Zeit der Welt, hier in aller Ruhe anzukommen.
Ein paar neue Eindrücke:
Olly auf Entdeckungstour im Garten.
Die anderen haben sich in seiner Nähe abgelegt, da geht er dann doch lieber.
Allmählich kommt Olly aber immer mehr an. Er sucht inzwischen auch öfter mal den Blickkontakt zu Frauchen.
Männer mag er anscheinend besonders. Der Besuch wird am Zaun schon sofort begrüßt.
Olly möchte begrüßt werden, so richtig mit Kraulen. Da ist es auch egal, dass die anderen Hunde so nah sind.
Wieder mal Blickkontakt zu Frauchen. Vielleicht gibt es was vom Tisch?????
Olly hat inzwischen viele Tierarztbesuche und Untersuchungen hinter sich. Er hat sich bei den allgemeinen Untersuchungen und beim mehrmaligen Blutabzapfen, was man im Stehen hinter sich bringen kann, vorbildlich verhalten. Nur wenn er auf dem Untersuchungstisch liegen soll, ist er unruhig und zappelig, wie z. B beim Ultraschall des Bauches. Für das Röntgen der Lunge hat er deshalb vorher eine Beruhigungstablette bekommen. Leider geht es Olly gesundheitlich nicht so gut.
Olly ist zu dünn. Er wiegt 26 kg, man fühlt nur Rippen und dünne Haut. Er ist hinten kaum bemuskelt.
Er ist schwerhörig. Man muss sehr laut mit ihm sprechen oder mit Handzeichen arbeiten. Das trainieren wir jetzt.
Er hat den Grauen Star und kann nicht mehr richtig sehen. Dadurch stößt er manchmal ein wenig an Möbel, Türen usw. an und rempelt die anderen Hunde manchmal an, ohne dass er es will. Auch bekommt er die Mimik, die Körpersprache der anderen Hunde und das eventuelle Knurren durch die Schwerhörigkeit nicht mit. Das kann leicht zu Missverständnissen untereinander führen.
Olly hat eine HD beidseits.
Es besteht der Verdacht auf Bandscheibenvorfälle (BWS und LWS). Auf dem Röntgenbild der Lunge konnte man Spondylarthrosen erkennen. Er bekommt jetzt Schmerzmittel.
Olly leidet unter einer beginnenden Kehlkopflähmung.
Der Zahnbefund ist hochdramatisch. Die hinteren Zähne sind mit Zahnstein überzogen, das Zahnfleisch ist total entzündet.
Das Blutbild ergab normale Werte für die Organe. Aber Olly leidet an einer Anämie. Die zweite Blutuntersuchung ergab leider eine leichte Verschlechterung.
Da Olly den Bauch bei der Untersuchung so angespannt hat, dass ein Abtasten des Bauches nicht möglich war, wurde ein Ultraschall gemacht. Dabei zeigte sich:
Es liegt eine gutartige Prostatavergrößerung vor.
In der linken Niere ist eine Zyste (ist harmlos).
In der Leber gibt es kleine Knoten, tendenziell eher gutartig, kein Verdacht auf ein Krebsgeschehen (die Leberwerte in der Blutuntersuchung sind ok).
Aber die Milz ist vergrößert und mit Tumoren durchsetzt. Sie kann in einigen Wochen oder Monaten platzen.
Da Olly so eine Lebensfreude zeigt, sich gerne bewegt und spazieren geht, wird eine OP angedacht, bei der die Milz entfernt, und so es die Narkosedauer erlaubt, die Zähne gemacht werden. Deshalb wurde die Lunge gestern auf Metastasen geröntgt und eine weitere Blutuntersuchung gemacht aufgrund der Anämie. Die Lunge ist zum Glück frei von Metastasen. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass sich die Blutwerte nicht weiter verschlechtert haben, denn dann ist eine OP nicht möglich. Ich habe schon vor längerer Zeit vorsorglich einen OP-Termin gemacht. Wenn die Werte so weit ok sind, wird Olly am 24.07. operiert. Also Daumen drücken.
So, jetzt aber Erfreulicheres.
Olly geht sehr, sehr gerne spazieren. Inzwischen sind unsere Spaziergänge immer etwas länger geworden. Jetzt läuft Olly in seinem Tempo schon 2 Kilometer.
Da ich Kontakt zu ganz lieben Menschen habe, die Olly schon seit seiner Vermittlung 2012 kennen, weiß ich von einem Abendritual in all den Jahren, das sein Herrchen mal eingeführt hat. Abends gibt es eine OLLYDELLE. Olly liebt kleine Frikadellen und Ollys Abendfrikadelle heißt nun Ollydelle. Dieses Ritual wird nun beibehalten, zur Freude von Olly.
Vorbei an den Kühen, zielstrebig zum Feldweg.
Am Weiher findet Olly es spannender als bei den Kühen.
Der Feldweg zum Wald. Olly pendelt ständig hin und her. Alles ist aufregend.
Etwas zur Ruhe gekommen, hat er sich für eine Seite entschieden.
Nach einer Pause, Frauchen auf und Olly unter einer Bank, geht es nun heimwärts.
die neuen Blutwerte sind da und Olly kann operiert werden. Morgen ist der OP-Termin. Bitte, bitte ganz feste die Daumen drücken, dass er die Narkose gut übersteht und alles gut verläuft.
In der letzten Zeit habe ich versucht, die Blutbildung positiv zu beeinflussen. Olly bekommt gekochte Rote Beete und anderes eisenhaltiges Gemüse sowie getrocknete Aprikosen, rohes Eigelb, etwas Leber und Floradix Kräuterblut in sein Nassfutter aus rotem Fleisch mit Hagebuttenpulver als Vitamin-C-Spender für eine bessere Eisenaufnahme und -verwertung. Ferner bekommt er Wildlachsöl. Als Unterstützung gegen den Krebs bekommt er einen Kräutersud über das Futter nach altem kanadischem Indianerwissen, bekannt als Flor Essence.
Warten wir erst mal morgen ab, ich werde berichten.
Vorgestern haben wir einen Ausflug an die Ostsee gemacht. Was war das für Olly spannend und schön.
Auf zu ganz neuen Abenteuern.
Zuerst am Strand laufen. Olly weiß nicht so recht, Strand oder Wasser.
Dann ab ins Wasser, auf dem Boden kratzen, schauen was da so alles ist.
Olly entdeckt das Laufen im Wasser, freudig, hoch aufmerksam, die Rute ist oben. Es macht Spaß.
Aber auch der Strand ist toll. Sooo viele Gerüche.
Da brauchte es zwischendurch eine Pause. Eine kühle Liegekuhle wird gebuddelt. Es ist erstaunlich, was der 14 Jahre alte Olly mit seinen vielen gesundheitlichen Baustellen noch für eine Energie hat, um die schönen Seiten des Lebens zu genießen.
Olly hat die OP gut überstanden. Er hat jetzt einen abgesperrten Bereich für sich, wo er in Ruhe schlafen und sich erholen kann, ohne dass ihn die anderen stören.
Die verkrebste Milz, 1,5 kg schwer, ist entfernt. 14 Zähne müssen gezogen werden. 6 sind entfernt worden. Für alle Zähne wäre die Narkose zu lang gewesen. Einige der Zähne haben CORL. CORL ist eine schmerzhafte Zahnerkrankung, bei der körpereigene Zellen die gesunde Zahnsubstanz zerstören.
Inzwischen ist die erste Nacht vorbei. Sie war etwas unruhig wegen des Trichters, den er nicht mag. Am Tag trägt er ihn nicht, da habe ich ihn im Auge und er ist sehr brav; er schläft sich immer noch ordentlich aus.
Ein paar Bilder vom letzten großen Spaziergang vor der OP.
Schnell zuerst zum Wasser, Pfoten kühlen.
Wasser ist schön, aber im oberen Strandbereich stromert Olly auch gern herum.
Frechheit, Frauchen läuft einfach auf dem Steg, wo Olly sich nicht traut zu laufen und nun muss er im Wasser folgen.
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